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Dr. Eder und Molle Stiftung
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Aktuell
Ausgezeichnet! Dr. Eder erhält den Cusanus-Preis für besonderes gesellschaftliches Engagement

Für ihr Engagement im Mädchenprojekt HUPJEFI erhält Dr. Reginamaria Eder den Cusanus-Preis, der für besonderes gesellschaftliches Engagement an Stipendiaten und ehemalige Stipendiaten des Cusanuswerks vergeben wird.

Preisverleihung ist am 22. November 2019 in Frankfurt am Main.

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Herzlich willkommen, wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Arbeit.

Mädchen, die aus Dörfern in die Millionenstadt Douala geschickt werden, um für sich selbst zu sorgen, führen ein Aschenputtel-Dasein. Häufig haben sie Gewalt erlebt. Ihnen droht Überlebensprostitution und sexuelle Ausbeutung.
Diese Mädchen finden eine Anlaufstation in den HUPJEFi Sozialzentren. Die Dr. Eder und Mollé Stiftung leistet Hilfe zur Selbsthilfe, um ihnen ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Wichtig ist uns eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Möglich ist dies durch

  • das persönliche und glaubwürdige Engagement der Initiatorinnen
  • eine lange schon bestehende und alltäglich gelebte Integration im Land selbst
  • die verlässlichen Unterstützer in Deutschland und Europa, der uns über die Jahre die Treue halten
  • die aktive Förderung einer vorurteilsfreien Zusammenarbeit in Deutschland wie in Kamerun

Nachdem die Mädchen zwei bis drei Jahre lang ein Sozialzentrum besucht haben, schaffen einige von ihnen den Sprung an die neu gegründete Schule für Schneiderhandwerk und Modedesign. Andere finden auf anderem Weg in einen Beruf oder eine Ausbildung.

Mädchen, die in den Sozialzentren einen Anker gefunden haben, lernen an der Schneiderschule DORIANA gemeinsam mit Schülerinnen aus Familien, die das Schulgeld selbst aufbringen. Auch hier wird Wert gelegt auf ein gleichberechtigtes Miteinander. Werteerziehung und Reflexion über die eigene Situation sind ebenso Teil der Ausbildung wie praktisches Schneidern und betriebswirtschaftliches Know How.

Die Initiatorinnen

Die beiden Gründerinnen der Stiftung: Patience Mollè Lobe und Dr. Reginamaria Eder
Die beiden Gründerinnen der Stiftung: Patience Mollé Lobé und Dr. Reginamaria Eder

Die Ursprünge der von der Stiftung geförderten Projekte liegen in Kamerun selbst. Initiatorin war die Bauingenieurin Patience Mollé Lobé, die 1998 in der Hafenmetropole Douala 1998 das Problem erkannte und damit begann, Mädchen in ihr privates Haus aufzunehmen. Diese Mädchen wären sonst in Überlebensprostitution geraten.

Durch eine christliche Frauengruppe, zu der beide gehören, stieß Dr. Reginamaria Eder dazu, die Ihre Berufung als Ärztin in Afrika gefunden hat. Als „Wanderer zwischen den Welten“ baute sie den Kontakt in ihre Heimat nach Deutschland und nach Europa auf. Aus der ersten kleinen Unterstützergruppe ist 10 Jahre danach die Stiftung hervorgegangen, deren Arbeit sie bis heute maßgeblich am Laufen hält.

Frau Mollé Lobé war als erste Frau Bauministerin in Kamerun. Später hat sie dem Antikorruptionsrat Kameruns angehört und ist aufgrund dieses Engagements mehrmals nur knapp Anschlägen auf ihr Leben entgangen. Sie lebt derzeit als weltweite Verantwortliche der Frauen einer christlich motivierten Gemeinschaft in Rom und besucht ihre Heimat und die Projekte, so weit es ihr voller Arbeitsplan zulässt. Ihr obliegen in den Projekten vor allem Aufgaben der Integration vor Ort, der Auswahl und Förderung von geeignetem Personal sowie Aufsicht für Baumaßnahmen, Investitionen und Beschaffung von Ausstattung.

Frau Dr. Eder ist Fachärztin für Public Health mit zusätzlicher psychotherapeutischer Ausbildung. Den Großteil ihres Lebens hat sie in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und anderen Ländern des afrikanischen Kontinents verbracht. Dort hat sie in Zusammenarbeit mit staatlichen und kirchlichen Trägern ein rudimentäres, öffentliches Gesundheitswesen aufgebaut und Personal von 187 Kliniken geschult hat. Sie kommt zweimal im Jahr von Kamerun nach Deutschland, um sich um die deutsche Seite der Stiftungsarbeit zu kümmern. Außerdem verbindet sie psychotherapeutische und spirituelle Elemente in praktisch orientierte Seminare, in denen Menschen Befreiung von lange mit sich getragenen Lasten erfahren.
Mehr erfahren Sie auf ihrer Website www.doc-eder.de

Gemeinsam mit zwei Kamerunerinnen gehört sie zu dem Team, das vor Ort in den Projekten der Stiftung als Vorstand die Aufsicht führt, die Verwendung der Mittel überwacht und die Entwicklung steuert. Ihr Schwerpunkt ist die Fortbildung des Personals,  die Einhaltung von Standards und die Kommunikation mit den europäischen Unterstützern.
Für diese ist sie nach wie vor die zentrale Integrationsfigur. Neben dem Engagement im Stiftungsrat ist Frau Eder mit Vorträgen und Workshops unterwegs, um Menschen für ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen auf verschiedenen Kontinenten zu begeistern.