Herzlich willkommen, wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Arbeit.

Mädchen, die aus Dörfern in die Millionenstadt Douala geschickt werden, um für sich selbst zu sorgen, führen ein Aschenputtel-Dasein. Häufig haben sie Gewalt erlebt. Ihnen droht Überlebensprostitution und sexuelle Ausbeutung.
Diese Mädchen fangen wir auf in unseren Sozialzentren. Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe, um ihnen ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Die Dr. Eder und Mollé Stiftung leistet Hilfe zur Selbsthilfe für Mädchen und Frauen in Kamerun. Wichtig ist uns eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Möglich ist dies durch

  • das persönliche und glaubwürdige Engagement der Initiatorinnen
  • eine immer schon bestehende und alltäglich gelebte Integration im Land selbst
  • die verlässlichen Unterstützer in Deutschland und Europa, der uns über die Jahre die Treue halten
  • die aktive Förderung einer vorurteilsfreien Zusammenarbeit in Deutschland wie in Kamerun

So konnte als Ergänzung zu den Sozialzentren im Schuljahr 2016 /17 der erste Jahrgang an der neu gegründeten Schule für Schneiderhandwerk und Modedesign die Ausbildung beginnen. Hier lernen Mädchen, die in den Sozialzentren einen Anker gefunden haben, gemeinsam mit Schülerinnen aus Familien, die das Schulgeld selbst aufbringen. Auch hier wird Wert gelegt auf ein gleichberechtigtes Miteinander. Werteerziehung und Reflexion über die eigene Situation sind ebenso Teil der Ausbildung wie praktisches Schneidern und betriebswirtschaftliches Know How.

Die Initiatorinnen

Die beiden Gründerinnen der Stiftung: Patience Mollè Lobe und Dr. Reginamaria Eder

Die beiden Gründerinnen der Stiftung: Patience Mollé Lobé und Dr. Reginamaria Eder

Die Ursprünge der von der Stiftung geförderten Projekte liegen in Kamerun selbst. Initiatorin war die Bauingenieurin Patience Mollé Lobé, die in der Hafenmetropole Douala damit begann, Mädchen in ihr privates Haus aufzunehmen, die sonst in Überlebensprostitution geraten wären.

Ihr zu Hilfe kam die langjährige Freundin Dr. Reginamaria Eder, die ihre Berufung als Ärztin in Afrika gefunden hat. Als „Wanderer zwischen den Welten“ baute sie den Kontakt zu Unterstützern in Deutschland und Europa auf. Aus der ersten kleinen Unterstützergruppe ist später die Stiftung hervorgegangen, deren Arbeit sie bis heute maßgeblich am Laufen hält.

Frau Mollé Lobé hat dem Antikorruptionsrat Kameruns angehört und ist aufgrund dieses Engagements mehrmals nur knapp Anschlägen auf ihr Leben entgangen. Sie lebt derzeit als weltweite Verantwortliche der Frauen einer christlich motivierten Gemeinschaft in Rom und besucht ihre Heimat und die Projekte, so weit es ihr voller Arbeitsplan zulässt. Ihr obliegen in den Projekten vor allem Aufgaben der Integration vor Ort, der Auswahl und Förderung von geeignetem Personal sowie Aufsicht für Bauten und Beschaffung von Ausstattung.

Frau Dr. Eder ist Fachärztin für Public Health mit zusätzlicher psychotherapeutischer Ausbildung. Den Großteil ihres Lebens hat sie in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und anderen Ländern des afrikanischen Kontinents verbracht, wo sie in Zusammenarbeit mit staatlichen und kirchlichen Trägern ein rudimentäres, öffentliches Gesundheitswesen aufgebaut und Pesonal geschult hat. Sie pendelt zweimal im Jahr von Kamerun nach Deutschland, um sich um die deutsche Seite der Stiftungsarbeit zu kümmern. Außerdem verbindet sie psychotherapeutische und spirituelle Elemente in praktisch orientierte Seminare, in denen Menschen Befreiung von lange mit sich getragenen Lasten erfahren.
Mehr erfahren Sie auf ihrer Website www.doc-eder.de

Gemeinsam mit zwei Kamerunerinnen gehört sie zu dem Team, das vor Ort in den Projekten der Stiftung die Aufsicht führt, die Verwendung der Mittel überwacht und die Entwicklung steuert. Ihr Schwerpunkt ist die Fortbildung des Personals,  die Einhaltung von Standards und die Kommunikation mit den europäischen Unterstützern.
Für diese ist sie nach wie vor die zentrale Integrationsfigur. Neben dem Engagement im Stiftungsrat ist Frau Eder mit Vorträgen und Workshops unterwegs, um Menschen für ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen auf verschiedenen Kontinenten zu begeistern.